Als Entwickler für mobile Apps werden wir von 7METER17 immer mal wieder gefragt, was eine gute App eigentlich ausmacht. Das so pauschal zu beantworten ist gar nicht so einfach. Sehr viele verschiedene Faktoren haben einen Einfluss darauf, wie gut eine App vom Nutzer empfunden wird. Nicht nur die Kernidee und die Inhalte spielen eine Rolle. Auch der Aufbau, die Nutzerfreundlichkeit und das Suchtpotenzial entschieden über Erfolg oder Flop. Wir haben für euch die wichtigsten Punkte in diesem Blog-Beitrag zusammengefasst, die unserer Meinung nach eine gute App ausmachen. Wir hoffen er verschafft einen besseren Überblick über das Thema.

 

Berücksichtigung der Userfreundlichkeit

Die Welt der mobilen Anwendungen ist extrem schnelllebig. Täglich werden neue Apps entwickelt und auf den Markt gebracht. Die Konkurrenz ist groß. Neue Technologien wie Virtual oder Augmented Reality revolutionieren das Nutzererlebnis. Die Branche steht nie still und nimmt keine Rücksicht auf Verluste. Oft geht es mit der App nur darum eine bessere Funktion als die Konkurrenz zu bieten. Darunter leidet oftmals die Nutzerfreundlichkeit der Anwendung. Allerdings ist genau dieser Punkt essentiell um einen Nutzer auch dauerhaft an die App binden zu können. Hat der Nutzer die Wahl zwischen zwei Apps mit den gleichen Funktionen, wird er sich in den meisten Fällen für die entscheiden, mit der er besser zurecht kommt. Sich hier von den Konkurrenten abzusetzen ist also ein absolutes Muss.
Hier haben wir ein paar Tipps, worauf zu achten ist, um die Userfreundlichkeit zu steigern:

Möglichst einfache Erstnutzung:

Hat sich der User nach langem Gesuche für eine App entschieden und sie installiert, zählt der erste Eindruck. Schließlich soll der User nicht nach dem ersten Mal öffnen seine Wahl bereits bereuen. Besonders wichtig ist also die Zeit die der User benötigt, um zu verstehen wie die App funktioniert. Je länger dies dauert, desto weniger begeistert ist der User von der App. Die regelmäßige Nutzung oder sogar Weiterempfehlung wird unwahrscheinlich. Bereits eine Minute kann zu viel Einarbeitungszeit sein. Der User wird schnell frustriert und unzufrieden. Es gilt also eine möglichst einfache und verständliche App zu gestalten.

App nicht überladen:

Wer kennt das nicht? Man sucht nach einer App mit einer bestimmten Funktion und wundert sich über die vielen zusätzlichen Funktionen die die App bietet. Zu allem Überfluss wird die App dadurch total unübersichtlich und wirkt überladen. Bis man die eigentliche Funktion gefunden und verstanden hat, vergeht schon Mal einiges an Zeit. Wir empfehlen daher sich auf eine Kernfunktion zu beschränken. Andere Funktionen sind meist gut genug, um eine eigene App daraus zu bauen. Nur in wenigen Fällen macht es Sinn ein Komplettpaket zu programmieren. Ist die App nämlich zu überladen, kann auch die beste Grundidee zu einem großen Flop werden.

Einfache Nutzeroberfläche:

Ist der User durch die erste Nutzung der App überzeugt, will man ihn natürlich nicht gleich wieder vergraulen. Daher ist auch bei dem tieferen Einstieg in die Funktionen auf eine einfache Handhabung zu achten. Neben der Übersichtlichkeit geht es dabei auch um die Anzahl der Klicks, die der User für seine gewünschte Aktion benötigt. Wir empfehlen für jedes mögliche Ergebnis nicht mehr als zwei bis drei Klicks zu benötigen. Um dies möglichst früh zu bewerkstelligen sollte dies beim Testen bereits in den frühen Stages immer berücksichtigt werden.

 

Anpassung an den Wettbewerb

Oftmals sind Apps darauf ausgelegt ein möglichst schnelles und hohes Wachstum in der Reichweite zu erreichen. Der daraus resultierende Umsatz ist natürlich meist das Ziel. Wie schon geschrieben ist der Wettbewerb im App-Bereich sehr groß und schläft nie. Konkurrenzprodukte werden um neue Ideen erweitert. Neue Designs machen sie ansprechender als die eigene App. Daher ist eine statische App nicht empfehlenswert. Sie muss anpassungsfähig und veränderbar sein. Denn ist dies nicht gegeben, läuft einem die Konkurrenz davon. Einmal verlorene Nutzer sind nur schwer wieder zurück zu gewinnen, wenn sie mit den Wettbewerbern zufrieden sind.
Worauf zu achten ist, um die App auch langfristig erfolgreich zu halten, haben wir hier für euch zusammengefasst:

Flexibilität der App:

Flexibilität ist unabdingbar. Es muss schnell auf äußere Einflüsse reagiert werden können. Natürlich am besten mit möglichst geringen Aufwand. Auf der einen Seite um so schnell wie möglich reagieren zu können. Auf der anderen Seite um die hohen Kosten für Umprogrammierungen zu sparen und die App so profitabel wie möglich zu halten. Besonders ist dies bei einem stark umkämpften Bereich wie beispielsweise neue App-Ideen, in denen noch keine klaren Marktpositionen verteilt sind. Doch nicht nur der Aufbau und die Programmierung muss flexibel sein, sondern auch die eigentliche Idee. Der Ideengeber hat meist so klare Vorstellungen, wie die App funktionieren soll, dass der Willen der späteren User ins Hintertreffen gerät. Wird dieser jedoch vernachlässigt, werden User unzufrieden und bevorzugen das Konkurrenzprodukt. Wir empfehlen also eine nachträgliche Anpassung bereits im Vorfeld zu beachten, um unnötigen Aufwand zu vermeiden und schnell agieren zu können.

Trends und Entwicklungen in der Branche:

Nicht nur die Konkurrenz ist im Auge zu behalten. Wettbewerber, User und Technologie-Entwicklungen bringen immer neue Trends mit sich. Das stellt die App-Anbieter immer wieder vor neue Herausforderungen die es zu bewältigen gilt. Verschläft man einen solchen Trend, kann das schwerwiegende Folgen haben. Hat selbst eine starke Marktposition, liegt es an einem selbst die Trends zu entwickeln und vorzugeben. Als Vorreiter kann man sich so eine komfortable Position verschaffen. Die User nutzen am liebsten das eigene Produkt, da es etwas kann, was die anderen nicht können. Konkurrenten sind unter Zugzwang und verlieren an Marktanteilen. Ist allerdings ein Mitbewerber der Vorreiter, gilt es so schnell wie möglich auf die Vorgaben der Konkurrenz zu reagieren.

 

Gute Betreuung der User

User benutzen nicht nur die App, sondern erfordern auch eine zusätzliche Betreuung. Dieser Service ist in den meisten Fällen unerlässlich, um die User langfristig zu binden. Dieser Punkt wird in vielen Fällen unterschätzt und wenig bis gar nicht berücksichtigt. Hier liegt also großes Potenzial, um sich von den Mitbewerbern abzusetzen und sich so einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.
Was einen guten Kundenservice ausmacht, haben wir euch hier einmal aufgelistet:

Einfache Kontaktaufnahme:

Für eine möglichst einfache Kontaktaufnahme ist es sinnvoll dort zu sein, wo sich der User befindet. Das bedeutet am besten direkt in der App die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme bieten. So muss der User nicht die App verlassen und im Internet nach einer Kontaktmöglichkeit zu suchen. Apps bieten dafür eine Vielfalt an Möglichkeiten. So genannte Call-to-Action-Buttons oder Live-Chat-Funktionen bieten sich hier besonders an. Wichtig dabei ist natürlich die Berücksichtigung der jeweiligen Marktvorlieben der Kontaktaufnahme. Nicht jeder telefoniert gerne oder möchte sich mit dem Schreiben von Emails aufhalten.

Persönlicher Kontakt:

Damit der User zufrieden ist und sich wohl fühlt, muss er sich wertgeschätzt fühlen. Besondere Wertschätzung erfährt er, wenn ein persönlicher Kontakt zum Unternehmen besteht. Automatisch generierte Antworten bewirken meist das Gegenteil. Wichtig ist also, dass sich der User ernstgenommen fühlt.

Kunden-Feedback:

Als Informationsquelle ist Kunden-Feedback unfassbar wertvoll und meist auch noch kostenlos. Doch das gibt es nur, wenn die Kunden auch das Gefühl haben, dass es etwas bewirken kann. Eine aktive Kommunikation ist also erforderlich. Das Liken und Beantworten von Kommentaren und Feedback auf allen möglichen Kanälen ist also ein Muss. Der Kunde fühlt sich ernstgenommen und somit zufriedener und wohler mit der Verwendung der App.

Zeitnahe Bearbeitung:

Mit der Bearbeitung des Feedbacks und der Useranliegen ist schon einmal ein großer Schritt gemacht. Doch den daraus resultierenden guten Eindruck kann gleich wieder zu Nichte gemacht werden, wenn zu lange damit gewartet wird. Dass die Bearbeitung zeitnah geschieht ist also genauso wichtig wie die Bearbeitung selbst.

 

Kommende Technik-Trends im Blick

Wie bereits erwähnt sind Veränderungen der User-Bedürfnisse und der Wettbewerber nicht zu vernachlässigen. Genauso sind aber auch die Trends in der Technik-Welt zu berücksichtigen. Diese gilt es nicht nur frühzeitig zu erkennen, sondern auch zu verfolgen, zu verstehen und die Auswirkungen auf die eigene Branche und das eigene Produkt übertragen zu können.
Die kommenden Trends und Game-Changer stellen wir euch hier kurz vor:

Augmented Reality Apps:

Experten sind sich einig, dass Augmented Reality das nächste große Ding in der Technik-Welt wird. Gerade der Bereich App-Entwicklung ist davon betroffen, da AR ganz neue Möglichkeiten bietet. Möbel shoppen über Apps wird anschaulicher, Gaming viel realer. Bereits jetzt kommen immer mehr Apps mit den AR-Funktionen heraus. Der Trend ist also bereits in vollem Gange.

Bots ersetzen Apps:

Im Hintergrund werden auf den Smartphones zukünftig Bots arbeiten. Diese arbeiten selbstständig immer wiederkehrende Aufgaben ab. Eine Bedienung durch den Nutzer ist nicht mehr nötig. Zudem können Bots in Chats mitlesen und wichtige Informationen filtern. So werden anschließend nur noch relevante Themen angezeigt. Wird in einem Chat beispielsweise über das letzte Fußballspiel geschrieben, zeigt der Bot anschließend wichtige Informationen zu dem Sport an. Uninteressante Inhalte sollen dadurch reduziert werden. Dass dadurch einige Apps in Zukunft nicht mehr gefragt werden sein werden, weil die Funktion automatisch durchgeführt wird, ist nur eine Frage der Zeit. Bots werden also die App-Welt maßgeblich beeinflussen.

 

Die Wahl der richten App-Art

Bei der App-Entwicklung gibt es drei verschiedene Arten von Mobile-Apps. Welche für die vorgesehene Anwendung am geeignetsten ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dabei besteht die Wahl zwischen der Web-App, der nativen App und der Hybrid-App. In unserem Blog-Beitrag „Mobile Apps – welche unterschiedlichen Arten gibt es?“ findest du die Unterschiede, sowie die Vor- und Nachteile der einzelnen Möglichkeiten. Für weitere Fragen zu dem Thema stehen wir dir gerne zur Verfügung. Kontaktier uns einfach.